Stevie's full of good intentions

Wednesday, March 18, 2009

Ben Bernanke: Ob er weiß, was er tut?

Heute wurde gemeldet, dass die US-Notenbank beabsichtigt, in größerem Stil Anleihen zu kaufen. Dabei geht es nicht nur um Anleihen privater Schuldner, sondern auch um Staatsanleihen.

Das versteh ich nicht. Denn die US-Notenbank ist doch ... der Staat. Wie kann der Staat Staatsanleihen kaufen? Also, technisch ist das natürlich insofern klar, dass die Notenbank der USA und die USA selbst unterschiedliche Entitäten sind. Aber was kommt dabei heraus?

In ersten Kommentaren wurde diese Frage dahingehend beantwortet, dass Ben Bernanke "die Druckerpresse angeworfen habe". Es werde also einfach mehr Geld gedruckt und dann in Umlauf gebracht.

Der Wikipedia-Eintrag über Ben Bernanke enthält nicht nur die Helicopter-Bemerkung ("Man könnte doch Geld aus Helikoptern abwerfen"), sondern auch folgende Äußerung:

„Die US-Regierung verfügt über die Druckerpresse als eine Technologie, die ihr die Herstellung so vieler US-Dollar erlaubt, wie sie wünscht – und das ohne Kosten.“

Anders als der Herr Bernanke bin ich kein Volkswirt. Aber führt es nicht zu einer Inflation, wenn mehr Geld vorhanden ist, dem kein entsprechender Wert gegenübersteht?

Ich hoffe, er weiß was er tut.

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Friday, March 13, 2009

Shareholder Value

In der Financial Times war heute einiges Interessantes zu lesen.

So sagte Jack Welch, die ihm zugeschriebene Idee des Shareholder Value sei eine dumme Idee ("On the face of it, shareholder value is the dumbest idea in the world"). Sein Nachfolger Jeffrey Immelt sagte: "In den neunziger Jahren konnte jeder ein Geschäft betreiben. Ein Hund hätte ein Geschäft betreiben können". Daneben war eine Graphik abgebildet, die das Verhältnis zwischen den Gehältern der Vorstände und den Gehältern einfacher Mitarbeiter zeigte. Dieses Verhältnis lag lange beim 30-fachen, zog aber dann an und ging bis zum 200-fachen, ja 300-fachen. Warum das, wenn doch ein Hund ein Geschäft betreiben kann?

In einem anderen Artikel, der die Lektüre der Werke von Adam Smith, Karl Marx, Joseph Schumpeter und John Maynard Keynes empfahl, wurde die Frage aufgeworfen, wer denn die $ 1,750 Billionen US-Staatsanleihen zeichnen solle, die in diesem Jahr auf den Markt geworfen würden: China? Japan? Korea? Die Araber? Die Europäer? Und selbst wenn man in diesem Jahr ebendiese Anleihen unters Volk gebracht hätte: Wer kauft dann die Anleihen im nächsten Jahr? Und im übernächsten?

Es ist sehr naheliegend, dass nur dann Zeichner gefunden werden, wenn die Zinsen massiv erhöht werden. Ebendies kann die Wirtschaft aber nicht brauchen. Natürlich kann es auch sein, dass es eine Inflation gibt. Die führt aber auch zum Ansteigen der Zinsen.

Es steht immer alles in der Zeitung. Man muss sie nur lesen.

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Friday, March 06, 2009

Der Wasserstand zum Thema Opel

Vor ein paar Tagen hieß es, dass GM die Patente an Opel zurückübertragen hätte. Heute wurde berichtet (allerdings war die Quelle die Bildzeitung), dass die Patente als Sicherheit für US-Staatskredite verpfändet worden seien.

Weiter heißt es, dass sich die Kanzlerin das Konzept zur Unternehmensfortführung angesehen habe und einigermaßen erstaunt sei. Das Konzept sei wohl zusammengeschustert aus einigen Prospekten und beinhalte viele bunte Bilder.

Die Muttergesellschaft GM zweifelt mittlerweile selbst an ihrem Fortbestehen. Man muss sich das wohl so vorstellen, dass an dem Insolvenzantrag gearbeitet wird.

Meine Güte! Wie konnte es so weit kommen? Man fasst sich ans Hirn. Und es tun einem immer wieder die armen Schweine leid, die in den Werken in Rüsselsheim, Eisenach oder Bochum arbeiten und den Verlust ihrer Existenz befürchten müssen.

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Sunday, March 01, 2009

Quartalsverluste

Hier ein paar Wasserstandsmeldungen zur Krise:

- AIG, einstmals eine der größten Versicherungsgesellschaften der Welt, hat im vierten Quartal 2008 einen Verlust von 60 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Der Aktienkurs sank in den letzten zwölf Monaten von 35 Dollar auf 37 Cent.

- Der Verlust von General Motors belief sich im letzten Quartal des Jahres 2008 auf 9,6 Milliarden US-Dollar; der Verlust für das gesamte Jahr 2008 auf 30,9 Milliarden US-Dollar.

- Die halbstaatliche US-Hypothekenbank Fannie Mae hat im Schlussquartal 2008 einen Verlust von 25,2 Milliarden Dollar erlitten. Im Gesamtjahr erreichte das Minus damit schwindelerregende 58,7 Milliarden Dollar.

Was für Beträge! An die 100 Milliarden Dollar Quartalsverlust bei nur drei Unternehmen. Was da noch alles kommen mag?

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Friday, February 20, 2009

Island als Versuchslabor in der Weltwirtschaftskrise

Vor ein paar Tagen stand ein sehr interessanter Artikel in der Sueddeutschen, in dem es um Island und die Weltwirtschaftskrise ging. Der Autor war Einar Mar Gudmundsson.

Es ist wohl so, dass eine Clique von Bankern ein riesiges Rad gedreht hat, ohne dabei von der isländischen Regierung oder irgendwelchen anderen Aufsichtsorganen behelligt worden zu sein. Im Gegenteil, wer auf die riesigen Risiken hinweis wurde als Depp oder als Schwarzmaler bezeichnet; unfähig oder unwillig zu begreifen, was da für eine tolle Sache ablief. Die Vorteile aus der ganzen Geschichte kamen nur einem überschaubaren Personenkreis zu Gute; Leuten, die sich gegenseitig feierten ob ihrer waghalsigen Aktionen.

Nun sieht es seit einigen Monaten ganz anders aus: Island hat eine Rechnung präsentiert bekommen, und es ist nicht zu sehen, wie diese Rechnung beglichen werden kann. Island hat nichts, so dass eine lange Schuldknechtschaft absehbar ist. Aber diese Schuldknechtschaft wird eben nicht nur diejenigen betreffen,die sie verursacht hatten und Vorteile daraus zogen, sondern auch die einfachen Leute und ihre Kinder.

Gudmundsson stellt nun die Frage, ob Island vielleicht eine Art Versuchsküche für alles das ist, was weltweit noch kommen wird. Eine sehr gute Frage. Denn was machen die anderen Staaten: Sie verschulden sich mit irrsinnigen Summen! Für diese staatlichen Schulden werden auch in anderen Ländern wieder nur die Bürger gerade stehen mit ihrer Arbeits- und Wirtschaftskraft.

Heute nun kam die Meldung, dass die Hypo Real Estate, welche schon Staatshilfe in Höhe von 102 Milliarden Euro erhalten hat, noch weitere nicht bilanzierte Verpflichtungen von einer Billion Euro haben könnte. Wer für diese Verpflichtungen aufkommen kann und wird, ist noch nicht klar. Was für ein Wahnsinn.

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Thursday, December 11, 2008

Ein Auto-Zar

In den letzten Tage war des öfteren von einem Auto-Zar zu lesen. Diesem Mann sollte es zufallen, die Sanierung der US-Autoindustrie zu überwachen.

Ich habe mich dann gefragt, wer auf diesen Ausdruck gekommen ist; insbesondere, ob es sich um einen genuin deutschen Ausdruck handelt oder eine Übersetzung. Bis ich selbst auf die Idee kam, den Ausdruck zu übersetzen. Siehe da: Ein Auto-Zar ist ein Car-Csar. Alles clar?

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Wednesday, October 29, 2008

Der Wahnsinn geht weiter

Jetzt hat die Börse gemerkt, dass sie sich wegen der VW-Aktie bis auf die Knochen blamiert. Die VW-Aktie soll nur noch mit 10 % im DAX repräsentiert sein. Das wird aber alles erst ab nächsten Montag wirksam.

Also geschah es dann nun, dass der Kurs von VW massiv nachgab.

Einigen Leuten fiel aber dann ein, dass es vielleicht doch ein Unternehmen geben könnte, dass bei der ganzen Sache einen ziemlich guten Gewinn macht. Es ist ... Ja, wer denn? Richtig: Porsche! Und so kommt es, dass heute die Porsche-Aktie um über 30 % steigt.

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Tuesday, October 28, 2008

Der totale Wahnsinn

Am gestrigen und heutigen Tag konnte man nun den totalen Wahnsinn an der Börse beobachten.

Gestern war es so, dass alle Aktien im DAX mit einem Minus schlossen - außer Volkswagen, die schlossen mit einem Plus von 146 %, so dass der Schlusskurs bei 520 € lag. Es gab dann eine Studie einer Bank, die für Heiterkeit sorgte. Nach dieser Studie sollte der Kurs der VW-Aktie sehr bald bei 911 € liegen (Hintergrund: Porsche strebt einen Beherrschungsvertrag mit Volkswagen an). Na ja.

Heute sind wir schon wieder ein bisschen weiter und die VW-Aktie notierte zeitweise bei über 1.000 €. Der Grund dürfte gar nicht mehr in der Porsche-Beteiligung zu sehen sein, sondern eher darin, dass sehr viele Leute VW-Aktien verkauft haben, die sie nicht hatten. Als es dann aber jetzt zum Schwur kam und die Aktien geliefert werden sollten, mussten sie welche kaufen - aber es gibt wohl niemanden mehr, der noch welche hergibt.

Dem entsprechend steigt dann der DAX ganz massiv an, obwohl eigentlich nur eine einzige Aktie (eben VW) steigt.

Vor ein paar Jahren sagte mein Vater zu mir, dass die Börse doch nur ein Spielcasino sei. Ich wollte widersprechen. Aber natürlich hat er Recht. Aber mittlerweile ist es ja so, dass die Spielregeln in echten Casinos feststehen und die Karten in echten Casinos nicht gezinkt sind. An der Börse wär ich mir da nicht mehr so sicher.

Nebenbei: Ich glaube, es braucht sich niemand mehr Sorgen um den Ruf des Finanzplatzes Frankfurt zu machen.

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Friday, September 26, 2008

Noch ein paar Zahlen

Bei dem in den USA geplanten Rettungspaket geht es um 700.000.000.000 US-$. Das sind so ca. 500.000.000.000 €. Das wiederum wären so ca. ein Drittel der gesamten deutschen Staatsverschuldung. Man kann aber auch so rechnen, dass die USA deutlich größer sind als Deutschland. Drei-bis viermal so groß? Dann würde es - heruntergebrochen auf deutsche Verhältnisse - um 125.000.000.000 bis 166.000.000.000 gehen. Das wäre dann so ca. ein Zehntel der Staatsverschuldung.

Vorgestern war in Österreich die letzte Sitzung der Legislaturperiode. Am Sonntag wird ja gewählt. Da war der Fraktionszwang aufgehoben. Bis vier Uhr morgens wurde ausgetestet, was (egal wie und mit wem) geht. Super Sache! Tags darauf, also gestern, sagte dann der österreichische Finanzminister, dass er seine Mitarbeiter im Finanzministerium gebeten habe, die finanziellen Auswirkungen all der Beschlüsse zusammenzufassen. "Der Standard" hat auch gerechnet und kam auf 2.800.000.000 €. Wenn man berücksichtigt, dass Deutschland ca. zehn Mal so groß ist wie Österreich, käme man auf 25.000.000.000 € bis 30.000.000.000 €. Beschlossen wurde u.a. eine Pensionserhöhung, die sich mit insgesamt 1.388.000.000 € auswirkt, eine Erhöhung der Familienbeihilfe (250.000.000 €), eine Verlängerung der Vorruhestandsregelung für Schwerarbeiter ("Hacklerregelung", kostet 810.000.000 €), die Halbierung der Mehrwertsteuer für Medikamente (350.000.000 €) und die Abschaffung der Studiengebühren (150.000.000 €). Auch nicht schlecht.

Im "Standard" war dann dazu zu lesen, die Parlamentsparteien hätten in einer "Verkaufts mei Gwand, I fahr in Himmel" mit den Milliarden um sich geschmissen. "Verkaufts mei Gwand, I fahr in Himmel". Gfällt mer.

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Monday, September 22, 2008

350.000.000 €

Ganz Deutschland lästert ja über die unbegreifliche Dummheit der KfW, die den insolventen Lehman-Brothers 350.000.000 € überwiesen hat und das Geld jetzt nicht wiederbekommt.

Zunächst hieß es, dass das eine technische Panne gewesen sei.

Heute jedoch wurde gemeldet, dass es lange Beratungen gegeben habe.

Nun, da stellt sich doch die Frage, was schlimmer ist: Wenn eine Bank aufgrund einer technischen Panne einen solchen Betrag ins nichts überweist (in etwa so, wie unsereiner mal den falschen Gang einlegt) - oder wenn sie das mit voller Absicht und nach ausgiebiger Beratung macht?

Die Frage stellen heißt, sie beantworten: Letzteres.

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Tuesday, September 02, 2008

Geht's noch dümmer?

Nun hat die Commerzbank die Dresdner Bank übernommen. Der Chef der Commerzbank verkündete denn auch gleich, dass man ja keine zwei Marken benötige. Eo ipso wird es die Dresdner Bank in ein, zwei Jahren nicht mehr geben. Nichtsdestotrotz schmeißt die Dresdner Bank das Geld aus dem Fenster und wirbt fleißig vor sich hin ("Das ist nicht normal für 'ne Bank").

Es geht aber noch dümmer.

Ich habe mich ja ausgiebig über die Postbank geärgert und diesen Ärger auch öffentlich gemacht. Die Tatsache, dass ihr Name auf dieser Homepage fällt, nimmt die Postbank jedoch zum Anlass, Google Geld zu zahlen. Mann Mann Mann! So dumm musst Du erstmal sein!

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Monday, July 30, 2007

Es gibt nichts, was es nicht gibt

Heute mal wieder das allseits beliebte Thema Börse und Finanzen in der Variante:"Wer ist an wem beteiligt?"

Also, der Finanzinvestor Blackstone hält eine namhafte Beteiligung an der Deutschen Telekom. An Blackstone ist wiederum der chinesische Staat beteiligt.

Berkshire Hathaway, um mal kurzerhand das Thema zu wechseln, ist an der chinesischen Ölfirma Petrochina beteiligt. Und wer hält Anteile an Berkshire Hathaway? Na? Der Stevie. 3 Stück.

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Saturday, May 05, 2007

Warren Buffett hat Eisenbahn-Aktien erworben

Wie in den Nachrichten gemeldet wurde, hat sich Berkshire Hathaway an der Burlington Northern Santa Fe Corp. und an zwei weiteren US-Eisenbahnbetreibern, beteiligt.

Nun ist es ja so, dass ich Anteile an Berkshire Hathaway besitze, weil ich denke, der Buffett macht schon das Richtige damit. Macht er wohl auch. Allerdings hätte ich nie Eisenbahn-Aktien gekauft, das ist mal klar. Sowas nennt man dann wohl Diversifizierung.

Hoffentlich kommt der Buffett nie auf die Idee, Aktien der Deutschen Bundesbahn zu kaufen....

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Saturday, March 17, 2007

Wenn man zuviel Geld hat

Bekanntermaßen befasst sich dieses Blog ja auch mit dem Thema Finanzen und Börse.

Eine - sag ich mal so - Lieblingsaktie von mir ist Salzgitter. Auf diese Aktie wurde ich so ca. Mitte Mai 2005 aufmerksam. Damals stand in der Zeitung, dass der im ersten Quartal 2005 erwirtschaftete Gewinn vor Steuern so ca. 250 Mio € betrug. Die Marktkapitalisierung belief sich zu dieser Zeit auf ca. 1,1 Milliarden €. So kam man damals (Aktienkurs knapp unter 20 €) auf ein KGV von 1-2. Glory days ...

Seitdem sind fast zwei Jahre ins Land gegangen. Salzgitter hat in 2005 glänzend verdient ... und in 2006 auch ... und dann haben sie auch noch ihre Beteiligung an Vallourec für ein Heidengeld verkauft. Und jetzt? Jetzt haben sie Geld wie Heu und wissen nicht so ganz, wohin damit. Das ist wohl kein wirklich spaßiger Zustand für das Management. Deswegen wollte Salzgitter zuerst Algoma kaufen. Das ist ein kanadischer Stahlhersteller. Daraus wurde aber nichts. Dann hat Salzgitter tatsächlich die Klöckner-Werke gekauft. Das war aber keine wirkliche Entlastung für das überquillende Portmonnaie. Gestern nun kam die Meldung, Salzgitter wolle Böhler-Uddeholm kaufen; einen österreichischen Spezialstahlhersteller. Ein lebhaftes Dementi des Salzgitter-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Leese ("An dem Gerücht ist nichts dran, ich weiß nicht, woher das kommt.") hinderte den Kurs von Böhler-Uddeholm nicht daran, an einem Tag um satte 30 % zu steigen. Heidewitzka! Da kommt Freude auf!

So geht es einem, der zuviel Geld hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Geschichte mit Böhler-Uddeholm nicht die letzte dieser Art war.

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Thursday, March 08, 2007

Ich kann nicht hellsehen und ich bin nicht kriminell

Heute morgen, so gegen halb neun, erwarb ich einige Hebel-Bull-Zertifikate auf Salzgitter. Der Anlass dieses Kaufs war die Vorlage der Jahreszahlen für 2006. Die waren sehr ansehnlich. Außerdem hatte die Aktie in den letzten Tagen erhebliche Abschläge hinnehmen müssen.

Um neun Uhr hieß es dann, die Aktie sei vom Handel ausgesetzt worden. Man (nicht nur ich, sondern auch die Experten auf dem glatten Börsenparkett) fragte sich, was passiert sei. So gegen halb zehn sickerte dann durch, dass Salzgitter eine satzungsändernde Mehrheit der Anteile an den Klöckner-Werken erworben hat. Und da das allgemein als ein Schnäppchen angesehen wurde, zog die Aktie an und ich konnte meine Scheinchen so kurz vor eins mit einem Gewinn von 20 Prozent verkaufen.

Ich kann nicht hellsehen und ich bin nicht kriminell.

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Saturday, March 03, 2007

Die dritte Regel oder: Was man beim Schach lernen kann

Zu der Zeit, als ich noch aktiv Schach spielte, wunderte ich mich, dass es immer wieder Leute gibt, die an nachteiligen Eröffnungen festhalten. Da gibt es so viele gute und korrekte Möglichkeiten, aber nein: Man spielt - ich sag's jetzt mal - Königsgambit (1. e4 e5, 2. f4 ...).

Nun denn. Ist ja nurn Spiel. Aber: Im wirklichen Leben, also außerhalb der 64 Felder, ist es genauso. Da gibt es so viele gute Aktien ! Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, kauft man eben Aktien von Berkshire Hathaway. Aber nein: Im Depot hat man Deutsche Telekom oder Daimler Chrysler. Firmen, bei denen sich die ungelösten und unlösbaren Probleme nur so stapeln.

Formulieren lässt sich die dritte Regel so: Schwimme nie gegen den Strom der Erkenntnis.

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Friday, December 29, 2006

Wieviel Gewinn IKEA macht

war bisher ein gut gehütetes Geheimnis. Jetzt allerdings soll sich Ingvar Kamprad auf der Weihnachtsfeier verplappert haben und berichtete, dass man Steuern in Höhe von 720 Mio. Euro zahle und dies einer Steuerquote von 25,3 % entspreche. Daraus ließ sich dann pfeilgerade ermitteln, dass sich der Gewinn p.a. auf 2,8 Milliarden Euro beläuft.

Nun ja. Sollense halt Gewinn machen. H & M duddasjaauch.

Allerdings möchte ich, nachdem ich mich in den letzten Wochen mit dem Erwerb von Möbeln beschäftigte bzw. herumschlug, eines sagen: Der Grund, warum die Leute Möbel bei IKEA kaufen, ist das Design. Denn wenn Sie wirklich häßliche und dazu überteuerte Möbel haben wollen, sollten sie nicht zu IKEA gehen, sondern zu XXXXX, zu YYYYY oder zu ZZZZZ. Viel Spaß beim Einkauf ! Und sagen Sie nicht, ich hätt Sie nicht gewarnt.

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Sunday, November 12, 2006

VW-Chef oder Chef der Deutschen Telekom?

Die Entwicklungen der letzten Tage werfen die Frage auf, welcher Posten, der des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG oder der der Deutschen Telekom, eigentlich der schönere ist. Nicht dass mir jemand einen dieser Pöstchen angeboten hätte. Nur so.

Der VW-Chef hat seinen eigenen Vorgänger bzw. Vorvorgänger (vielleicht bald Vorvorvorvorvorvor ...) als Aufsichtsratsvorsitzenden. Das ist der Ferdi Piech. Der ist auch an Porsche beteiligt und weil Porsche seinerseits einer der Großaktionäre bei VW ist, geht nichts, was dem Ferdi nicht passt. Nun hat der Ferdi, als er selber Chef bei VW war, durchaus so ein paar Sachen gemacht, die nicht so ganz das Gelbe vom Ei waren. Einen Bugatti mit 1001 PS zum Beispiel. Wer sich den kauft, sollte Inhaber einer Spezialwerkstatt und Arbeitgeber eines Dutzend Spezialisten sein. Oder den Phaeton, der in einer gläsernen Manufaktur mit Parkett gebaut wird. Den will auch keiner. Das ist aber ein sehr kitzliges Thema. Denn der Ferdi wird wahrscheinlich richtig böse, wenn man darauf zu sprechen kommt. Dann wackelt die Wand !

Außer mit dem Ferdi bekommt man es noch mit dem Land Niedersachsen und seinem netten Ministerpräsidenten zu tun. Das geht eigentlich. Und mit den Gewerkschaften.

Bei alledem aber eines nicht vergessen: Es müssen auch noch gute und nicht zu teure Autos gebaut werden!

Bei der Telekom ist das alles ein bisschen diffuser, aber nicht einfacher. Was nicht gefällt, ist der Aktienkurs. Daran hapert's. Wenn der stimmen würde, wär alles super.

Also: lieber Chef der Telekom.

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Thursday, November 09, 2006

Antwort auf eine der letzten Fragen der Menschheit

Wer soll, wenn sie denn irgendwann schlußendlich an die Börse gebracht wurde, Aktien der Deutschen Bahn kaufen ?

Hartmut Mehdorn.

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Sunday, October 29, 2006

Amazon Grocery

Die als Onlinebuchhändler bekannte Firma Amazon hat jetzt auch Lebensmittel im Angebot ("Amazon Grocery"); allerdings vorerst wohl nur nicht verderbliche.

Dennoch handelt es sich meiner bescheidenen Meinung nach um höheren Blödsinn. Ich versuche, mir vorzustellen, wie das ablaufen mag, wenn ich da etwas bestelle. Nehmen wir also an, ich hätte die ganze Woche über keine Zeit zum Einkaufen gehabt. Am Sonntag habe ich dann ein bisschen Zeit. Nur leider haben die Geschäfte zu. Ah, fällt mir ein, bestell doch was bei Amazon Grocery! Also bestell ich so zwei Pfund Kaffee und eine Packung Waschmittel bei Amazon. Was man eben so braucht. Die Bestellung geht dann bei Amazon in einem Logistikzentrum ein, was so ca. 150 km entfernt ist. Da stellt man dann ein Päckchen für mich zusammen und schickt es mir. Super !!! Ich komme dann am Mittwoch nach Hause und finde einen Benachrichtigungszettel im Briefkasten. Ab Donnerstag kann ich also den Kaffee und das Waschmittel bei der Postagentur abholen. Und ? Die Postfiliale macht um 18:00 Uhr zu. Auf dem Weg dorthin komme ich an ca. vier real existierenden Supermärkten vorbei, die alle bis 20:00 Uhr offen haben ...

Vor ein paar Jahren war ja der online-business-hype. Nachdem man zur Besinnung gekommen war, wurde eine Firma, die Tierfutter online angeboten hat, als besonders krasses Beispiel für den Schwachsinn, auf den wir alle gemeinsam hereingefallen sind, herausgestellt. Tierfutter ist schwer und sperrig, so dass die Transportkosten hoch sind. Gleichzeitig kostet ein Kilo Tierfutter meist wenig im Vergleich zu einem Kilo Bücher oder CDs. Konnte also alles nix werden.

Die Welt scheint wieder reif zu sein für diesen Schwachsinn ...

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