Stevie's full of good intentions

Friday, July 31, 2009

Im Sommerloch

Wenn man die Geschichten der letzten Tage einmal Revue passieren lässt, scheint das diesjährige Sommerloch wirklich ziemlich ausgeprägt zu sein.

Gehen wir es mal an:

Da war also der Dienstwagen von Ulla Schmidt. Erst wurde er geklaut, dann tauchte er wieder auf. Na ja. Außerdem hat sie sich den Dienstwagen nach Spanien bringen lassen. Je nun. Trotzdem sieht es so aus, als könnte dies der Grund sein, diese besserwisserisch und zugleich inkompetent wirkende Person loszuwerden.

Dann hieß es, Michael Schumacher würde wieder Rennen fahren. Das Thema wurde behandelt, als sei der Heiland auf die Erde herabgestiegen.

Ein drittes Sommerloch-Thema war aber mal so richtig schön heikel. So auf Charlotte-Roche-Niveau. Und zwar die Flatrate-Bordelle. Nach allem, was man so hört, scheint es davon einige zu geben. In diese Etablissements gehen die Herren also rein und dürfen sich dann so ein paar Stunden lang nach dem Motto "Du kannst sie alle haben" verlustieren, ohne dass ihnen anschließend eine Rechnung präsentiert würde, in der die in Anspruch genommenen Leistungen detailiert aufgeführt werden. Angesichts einer Razzia in einem dieser Etablissements wurde dann als erstes das Thema aufgeworfen: Meine Güte, die armen Frauen müssen ja am Fließband f.....! Gekontert wurde das dann mit Äußerungen von "Betreiberseite": Es sei gar nicht so schlimm. Denn die Männer würden sich das zwar so vorstellen, dass sie als erstes die süße Kleine, dann die üppige Blonde, dann die heiße Schwarze und zwischendurch noch eine ganz andere Dame vernaschen würden. Dazu käm es jedoch nicht! Die allermeisten Männer kämen rein und wären nach einer Nummer gar nicht mehr der Lage, sich noch weiter zu betätigen! Oder sie würden erstmal einen Kaffee trinken und dann weiter sehen.

Dies hat dann wiederum die Frage aufgeworfen, ob das denn wirklich so wäre. Also dass die Männer einmal, bestenfalls noch ein zweites Mal könnten und nicht öfter. Zu diesem Thema hat dann die Bildzeitung einige Frauen befragt, die, nunja, nicht mehr 17 waren. Vordergründig könnte man nun sagen: Was weiß denn das alte Mäjen über die sexuelle Leistungsfähigkeit der Männer? Die Antwort dürfte jedoch sein: Ziemlich viel, da sie ja auf ein jahrzehntelanges gemeinsames Sexleben mit einem Mann zurückblicken kann. Deswegen kann sie problemlos die Frage beantworten, ob was ein Mann mit - sagen wir 45 Jahren - sexuell zu leisten in der Lage ist und was nicht. Ihr Mann war ja auch mal 45.

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Sunday, May 10, 2009

Wo war Magath noch nicht?

Der Wechsel von Felix Magath zum FC Schalke 04 wirft die Frage auf, welche Mannschaft eigentlich noch nicht von ihm trainiert wurde. Fassen wir mal zusammen: HSV, 1. FC Nürnberg, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, FC Bayern München, VfL Wolfsburg und jetzt Schalke ...

Gut, er war noch nicht in Dortmund. Und noch nicht in Köln. Aber er ist ja noch jung und hat noch Zeit.

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Thursday, May 07, 2009

Anlässlich der Premiere des neuen Star Trek-Films

war in der Süddeutschen Zeitung zu lesen, dass Leonard Nimoy Leonard Cohen durchaus ein wenig ähnlich sehe.

Hi hi. Das gefällt mir. Ich wär ja gern mal dabei, wenn sich die beiden Herren begegnen. Was sie sich zu sagen haben? Ob sie sich etwas zu sagen haben?

Interessanterweise haben die beiden netten Herren nicht nur denselben Vornamen. Auch Leonard Nimoy ist jüdischer Abstammung. Auch er hat Gedichtbände und Alben veröffentlicht.

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Friday, March 06, 2009

Wenn ich mich für den thüringischen Landesdienst bewerben würde

(also z.B. als Finanzbeamter, Lehrer oder Richter) und in meinem polizeilichen Führungszeugnis ein Urteil eines österreichischen Gerichts verzeichnet wäre, mit dem ich wegen fahrlässiger Tötung verurteilt würde ... nun, dann würde mich das Land Thüringen nicht einstellen. Da gäb es wenig zu diskutieren.

Anscheinend ist es anders, wenn es um das Amt des Ministerpräsidenten geht.

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Thursday, February 12, 2009

Heute vor 200 Jahren

wurde Charles Darwin geboren. Das entgeht einem kaum. Außerdem wurde aber auch Abraham Lincoln an ebendiesem Tag, dem 12.2.1809, geboren. Mich erinnert das an den 23.4.1616, den Tag, an dem Shakespeare und Cervantes starben. Nun habe ich allerdings etwas rumrecherchiert und festgestellt, dass es zwar das gleiche Datum war, aber doch nicht der gleiche Tag. In England galt im Jahr 1616 noch der Julianische Kalender und in Spanien bereits der Gregorianische. Somit hat Shakespeare zehn Tage länger gelebt als Cervantes.

Interessant.

Oder nicht?

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Wednesday, December 31, 2008

Schiffskatzen und Seekatzen

Gelegentlich überkommt es mich einfach, die Leser meines Blogs mit nutzlosem Wissen zu beglücken.

So heut wieder. Und es geht um Schiffskatzen und Seekatzen.

Schiffskatzen (meistens Kater) sind ganz einfach Katzen, die auf Schiffen mitfuhren. Man muss sich vorstellen, dass viele Schiffe Ratten und Mäuse an Bord hatten. Nicht umsonst sagt man ja: "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff" - und das setzt doch voraus, dass Ratten auf dem Schiff waren. Aufgabe der Schiffskatzen war es, die Zahl der Ratten und Mäuse klein zu halten. Zu besonderem Ruhm hat es eine Schiffskatze namens Simon gebracht. Auf dem Schiff, auf der Simon diente, gab es eine fiese Ratte, die die Seeleute Mao-tse-tung genannt hatten. Da Simon durch ein Schrapnell verletzt worden war, zweifelte man, ob er mit dieser Ratte fertig werden würde - was ihm aber doch gelang.

Weitere berühmte Schiffskater sind Oscar und Trim. Oscar fuhr zunächst auf der Bismarck und nach deren Untergang auf dem (britischen) Zerstörer HMS Cossack. Nachdem auch dieses Schiff gesunken war, fuhr er auf dem Flugzeugträger HMS Ark Royal mit. Auch dieses Schiff wurde von deutschen Torpedos getroffen und sank. Daraufhin wurde der Kater als Unglücksbringer verdächtigt und durfte nicht mehr auf einem Schiff seinen Dienst bei der Royal Navy ableisten. Er blieb im Büro des Hafenkapitäns von Gibraltar. Anschließend soll er bis etwa 1955 in einem Seemannsheim in Belfast gelebt haben.

Trim wurde berühmt durch das Buch seines Human Matthew Flinders mit dem Titel "Trim: Being the True Story of a Brave Seafaring Cat."

Seekatzen jedoch sind etwas völlig anderes als Schiffskatzen. Es sind Tiefseefische, die in einer Tiefe von bis zu 2.600 Metern vorkommen. Demgemäß müssen sie ganz anders aussehen als Seehunde.

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Thursday, December 11, 2008

Ein Auto-Zar

In den letzten Tage war des öfteren von einem Auto-Zar zu lesen. Diesem Mann sollte es zufallen, die Sanierung der US-Autoindustrie zu überwachen.

Ich habe mich dann gefragt, wer auf diesen Ausdruck gekommen ist; insbesondere, ob es sich um einen genuin deutschen Ausdruck handelt oder eine Übersetzung. Bis ich selbst auf die Idee kam, den Ausdruck zu übersetzen. Siehe da: Ein Auto-Zar ist ein Car-Csar. Alles clar?

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Friday, August 01, 2008

Ice, Ice, Baby

Gestern Abend (bei einer Außentemperatur) von ca. 25 Grad) wurde der seit Langem geplante Besuch der Ice Bar in Wien realisiert.

Es war Wahnsinn!

Vor dem Eintreten bekommt man einen Thermoponcho. In der Bar betrug die Temperatur - 3 Grad. Übrigens ist es nicht so, dass man sofort einen Kälteschock bekommt, wenn man hineingeht. Und man bekommt auch keinen Hitzeschock beim Verlassen der Bar.

Drinnen dann: Die Einrichtung ist aus Eis. Und die Becher auch. Einige schöne Eisskulpturen verzieren den Raum. Die Getränke werden im Kühlschrank gelagert, in dem es aber wärmer ist als in dem übrigen Raum (verrückt, nicht wahr ?).

Da war ich nicht zum letzten Mal! Schließlich habe ich ja eine Jahreskarte ... Irgendwann fahre ich nochmal in das Eishotel in Schweden!

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Monday, May 26, 2008

Was man von den Österreichern übernehmen kann

Aus Anlass der Kandidatur von Frau Schwan rege ich an, die in Österreich übliche Abkürzung "HBP" zu übernehmen. Heißt: "Herr Bundespräsident". Allerdings muss das im Hinblick auf Frau Schwan modifiziert werden (unsere oder die FBP).

Weiter könnte man den Ausdruck "die Rettung" übernehmen. In Österreich kommt nicht der Notarzt oder der Krankenwagen, sondern die Rettung. Am Gebäude der Rettung steht dann auch ganz schlicht: "Wiener Rettung".

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Wednesday, May 07, 2008

Keine Prüfungen mehr!

Dem Vernehmen nach wurden dieser Tage die Abiturklausuren geschrieben. Weil ich sonst nichts besseres zu tun hatte, habe ich mir ein paar Aufgaben angesehen. Natürlich nur in "meinen" Fächern.

Eine Aufgabe, die ich durchaus gerne gelöst hätte, ist die folgende:

"Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit Steinen, die man voran im Brette bewegt: sie können geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird."
(Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen)

Erörtern Sie, ausgehend von einer Erläuterung dieser These, Chancen und Risiken von Meinungsäußerungen im öffentlichen Diskurs!


Na, das schreibt sich doch fast von selbst. Und die Frage, wie es denn zum 1. Weltkrieg gekommen ist, na, da ließe sich auch noch was zu schreiben.

Reichlich unangenehm finde ich allerdings die Aufgabe, das folgende Gedicht zu interpretieren:


"Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ist dem Tode schon anheimgegeben,
Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,
Und doch wird er vor dem Tode beben,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!

Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe,
Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen,
Zu genügen einem solchen Triebe:
Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,
Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!

Was er wünscht, das ist ihm nie geworden,
Und die Stunden, die das Leben spinnen,
Sind nur Mörder, die gemach ihn morden:
Was er will, das wird er nie gewinnen,
Was er wünscht, das ist ihm nie geworden.

Ach, er möchte wie ein Quell versiechen,
Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen,
Und den Tod aus jeder Blume riechen:
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!"

Meine Güte! August von Platen. That's heavy stuff. Zumal mir zu diesem Mann nur die Schmähschrift von Heine einfällt und das, was Robert Gernhardt über dieses Gedicht gesagt hat:

"Es liegt an eines Menschen Schmerz, an eines Menschen Wunde nichts,
Es kehrt an das, was Kranke quält, sich ewig der Gesunde nichts!
Und wäre nicht das Leben kurz, das stets der Mensch vom Menschen erbt,
So gäb's Beklagenswerteres auf diesem weiten Runde nichts!
Einförmig stellt Natur sich her, doch tausendförmig ist ihr Tod,
Es fragt die Welt nach meinem Ziel, nach deiner letzten Stunde nichts;
Und wer sich willig nicht ergiebt dem ehrnen Lose, das ihm dräut,
Der zürnt ins Grab sich rettungslos und fühlt in dessen Schlunde nichts;
Dies wissen Alle, doch vergißt es Jeder gerne jeden Tag,
So komme denn, in diesem Sinn, hinfort aus meinem Munde nichts!
Vergeßt, daß euch die Welt betrügt, und daß ihr Wunsch nur Wünsche zeugt,
Laßt eurer Liebe nichts entgehn, entschlüpfen eurer Kunde nichts!
Es hoffe Jeder, daß die Zeit ihm gebe, was sie Keinem gab,
Denn Jeder sucht ein All zu sein und Jeder ist im Grunde nichts."

Reime auf Wunde nichts! Du kriegst die Motten! Jetzt stelle man sich vor, im Schulamt oder im Kultusministerium hätte man gesagt: Mal sehen, was den jungen Leuten dazu einfällt!

Nee, nee, Prüfungen sind echt kein Spaß. Gut, dass ich mit dem Thema durch bin. All denen, die es noch nicht sind, wünsche ich schöne Aufgaben und viel Glück!

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Thursday, March 20, 2008

"Las Llamas son mas grande que las ranas!"

Mittlerweile gibt es ja alles auf DVD. Einfach alles. So geschah es dann, dass ich mir "Monty Python's Flying Circus" bestellte. Was soll ich sagen? Es sind nicht nur einige Sketche dabei, die eh jeder kennt (so wie den mit dem toten Papagei oder den Lumberjack-Song). Es wimmelt geradezu von irren Witzen. Wenn man sich das alles angesehen hat, ist die Frage nach dem Lieblingssketch etwa so schwer zu beantworten wie die nach dem Beatles-Lieblingssong. Meine gegenwärtigen persönlichen Favourites sind das auf spanisch vorgetragene Lama-Lied und der Eremiten-Sketch mit Eric Idle.

Nach so ca. 8-9 Folgen war es dann auch soweit, dass ich mehr wissen wollte über John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones und Graham Chapman. Auch dieses Bedürfnis konnte befriedigt werden durch den Erwerb der Monty Python-Autobiografie. Wer zwei Hosen hat, der mache eine zu Geld und kaufe dieses Buch.

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Monday, February 18, 2008

Küss die Hand, Gnä' Frau, die Steuerfahndung ... !

Was für ein Thema! Das schlägt alles! Da kann man mit jedem drüber reden! So viele Aspekte! Dauernd neue Meldungen!

Sehr interessant finde ich ja die Geschichte mit der CD, die der Bundesnachrichtendienst und das Bundesfinanzministerium angekauft haben. Da heißt es ja: Das darf nicht sein! Hehlerei! Der Rechtsstaat darf doch keine geklauten Daten kaufen! Beweisverwertungsverbot!

Erstmal kann ich mir vorstellen, dass es Bereiche wie Drogenhandel oder Waffenhandel gibt, in denen der Rechtsstaat überhaupt nichts reißt, wenn er nicht ab und zu einen Informanten bezahlt. Bisher habe ich noch nicht gehört, dass jemand etwas dagegen hätte.

Und zum Beweisverwertungsverbot: Mal halblang. Es geht nicht darum, dass Aussagen durch Folter erpresst worden wären. Es ist eine CD gekauft worden, nicht mehr. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass Deutschlands oberste Richter am Ende sagen: Tja, war eine spaßige Aktion, durfte aber nicht sein und hat eo ipso nichts gebracht ... Es gibt Dinge, die machen auch Deutschlands oberste Richter nicht.

Vorstellen kann ich mir aber, dass dem BND bald weitere CD angeboten werden. Es gibt ja genug Länder, über die die deutsche Finanzverwaltung gerne mehr wissen würde.

Und die vielen Meldungen. Heute sind die Fahnder bei der einen Bank, morgen bei der anderen. Heute geht der hoch, morgen der. Morgen kommt Herr Hasler, der Liechtensteinische Regierungschef. Wahrhaft unerschöpflich!

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Thursday, January 17, 2008

Das "h" auf dem Vormarsch

Wenn jemand den Namen der an der Mündung der Altmühl in die Donau gelegenen Stadt Kelheim mit zwei "h" schreibt, nun ja, dann denkt er vielleicht an das Wort "Kehle".

Wenn im Fernsehen von einer Reportage über Walfänger die Rede ist und auch dieses Wort mit "h" geschrieben wird, dann war dem zuständigen Redakteur unter Umständen nicht klar, dass "Wahlkampf" oder "Wahlsieg" mit "h" geschrieben wird, aber "Walfang" eben nicht. Einmal geht es um Wahlen, ein anderes mal um Wale.

Wenn aber das Wort "Grünkohl" in einer Kantine mit zwei "h" geschrieben wird (eins hinter dem "ü", eins hinter dem "o"), dann macht man sich doch Sorgen um die Zukunft der großen Kulturnation. Wie sollen die Kinder richtige Rechtschreibung lernen, wenn einfache Worte falsch geschrieben werden?

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Tuesday, July 03, 2007

Teamfähigkeit

ist eigentlich eine Eigenschaft, ohne die es nicht geht. Eher darf man nicht lesen und schreiben können als nicht teamfähig sein. Dem entsprechend habe ich auch noch nie jemanden getroffen, der von sich selbst behauptet, nur eingeschränkt teamfähig zu sein.

Merkwürdigerweise treffe ich aber andauernd Leute, mit denen man nur sehr schlecht zusammenarbeiten kann. Zum Beispiel weil sie es nicht nötig haben, Informationen weiterzugeben.

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Die evangelische Kirche

Vor ein paar Wochen stand in der Süddeutschen ein Leserbrief. Leider habe ich ihn nicht aufgehoben und weiß auch nicht, wer den Leserbrief verfasst hat.

In dem Leserbrief schilderte der Verfasser, wie er einer Predigt von Bischof Huber (einem der führenden Repräsentanten der evanglischen Kirche in Deutschland) zugehört habe. Der Bischof habe über "fördern und fordern" gesprochen. Der Leserbriefschrieber wunderte sich, dass ein Politslogan Gegenstand einer Predigt war. Dann fügte er hinzu, dass es schon fast ein Wesenszug der evanglischen Kirche sei, jedem neuen und modernen Trend hinterherzuhecheln.

Nun denn. Ich befürchte, der Mann hat leider Recht. Denn die Frage, was einen Bischof dazu verleitet, über einen Politslogan zu predigen, ist sehr berechtigt. Außerdem kann ich mir leiderleiderleider auch vorstellen, wie das alles weiter ging. Dass uns auch der Herrgott fördert und fordert und so weiter. Warum predigt er nicht gleich über "Connecting People" oder einen anderen Firmenslogan?

Und weil es leider solche Predigten nicht nur vereinzelt gibt, ist auch der Vorwurf, schon lange vergessen zu haben, worum es eigentlich geht und nur noch einem x-beliebigen Trend hinterherzujagen, nur zu berechtigt.

Musste mal gesagt werden.

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