Stevie's full of good intentions

Tuesday, November 10, 2009

Gordon Brown und ich

haben wohl eines gemeinsam: Unsere Handschriften sind nicht besonders leserlich. Mir hat das zwar auch schon harsche Kritik eingetragen ("das Hinterletzte"), aber damit kann ich leben. Warum auch nicht? Ich selber weiß doch, was ich geschrieben habe.

Gordon Brown hingegen hat ein Kondolenzschreiben an die Mutter eines Soldaten verfasst. Diese Frau meint nun, dass das Schreiben voll mit Rechtschreibfehlern sei und er noch nicht einmal ihren Namen richtig schreiben könne:

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/campaigns/our_boys/2720283/Prime-Minister-Gordon-Brown-couldnt-even-get-our-name-right.html

Stimmt doch gar nicht! Was für ein Quatsch! Das sieht nur so aus! Da gibt er sich Mühe und verfasst einen Brief per Hand, und das ist der Dank! Mensch, was will sie? Einen Brief, den irgendeine Pappnase verfasst hat, die eine schöne Schrift hat?

Sowas.

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Friday, July 31, 2009

Im Sommerloch

Wenn man die Geschichten der letzten Tage einmal Revue passieren lässt, scheint das diesjährige Sommerloch wirklich ziemlich ausgeprägt zu sein.

Gehen wir es mal an:

Da war also der Dienstwagen von Ulla Schmidt. Erst wurde er geklaut, dann tauchte er wieder auf. Na ja. Außerdem hat sie sich den Dienstwagen nach Spanien bringen lassen. Je nun. Trotzdem sieht es so aus, als könnte dies der Grund sein, diese besserwisserisch und zugleich inkompetent wirkende Person loszuwerden.

Dann hieß es, Michael Schumacher würde wieder Rennen fahren. Das Thema wurde behandelt, als sei der Heiland auf die Erde herabgestiegen.

Ein drittes Sommerloch-Thema war aber mal so richtig schön heikel. So auf Charlotte-Roche-Niveau. Und zwar die Flatrate-Bordelle. Nach allem, was man so hört, scheint es davon einige zu geben. In diese Etablissements gehen die Herren also rein und dürfen sich dann so ein paar Stunden lang nach dem Motto "Du kannst sie alle haben" verlustieren, ohne dass ihnen anschließend eine Rechnung präsentiert würde, in der die in Anspruch genommenen Leistungen detailiert aufgeführt werden. Angesichts einer Razzia in einem dieser Etablissements wurde dann als erstes das Thema aufgeworfen: Meine Güte, die armen Frauen müssen ja am Fließband f.....! Gekontert wurde das dann mit Äußerungen von "Betreiberseite": Es sei gar nicht so schlimm. Denn die Männer würden sich das zwar so vorstellen, dass sie als erstes die süße Kleine, dann die üppige Blonde, dann die heiße Schwarze und zwischendurch noch eine ganz andere Dame vernaschen würden. Dazu käm es jedoch nicht! Die allermeisten Männer kämen rein und wären nach einer Nummer gar nicht mehr der Lage, sich noch weiter zu betätigen! Oder sie würden erstmal einen Kaffee trinken und dann weiter sehen.

Dies hat dann wiederum die Frage aufgeworfen, ob das denn wirklich so wäre. Also dass die Männer einmal, bestenfalls noch ein zweites Mal könnten und nicht öfter. Zu diesem Thema hat dann die Bildzeitung einige Frauen befragt, die, nunja, nicht mehr 17 waren. Vordergründig könnte man nun sagen: Was weiß denn das alte Mäjen über die sexuelle Leistungsfähigkeit der Männer? Die Antwort dürfte jedoch sein: Ziemlich viel, da sie ja auf ein jahrzehntelanges gemeinsames Sexleben mit einem Mann zurückblicken kann. Deswegen kann sie problemlos die Frage beantworten, ob was ein Mann mit - sagen wir 45 Jahren - sexuell zu leisten in der Lage ist und was nicht. Ihr Mann war ja auch mal 45.

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Tuesday, April 21, 2009

13.000 Rotlichtverstöße pro Tag

Es geistert die Information durch die Medien, dass die Radfahrer in Münster an jedem Tag, den Gott werden lässt, ca. 13.000 Rotlichtverstöße begehen.

13.000 Rotlichtverstöße! Wer das ausgerechnet hat! Sicher unsere Polizisten; allzeit im Einsatz und immer schwer beschäftigt.

Als ich gestern mit meinem Fahrrad in der Stadt war, sah ich, wie ein Streifenwagen reichlich dämlich und entgegen der Fahrtrichtung auf der Straße stand. Darin saßen zwei Polizisten. Abends kam ich dann noch mal vorbei. Der Streifenwagen stand immer noch da. Immer noch in der falschen Richtung. Aber die StVO scheint ja für die Polizei nicht zu gelten. Was die Herren wohl den ganzen Tag gemacht haben? Rotlichtverstöße gezählt? Kann nicht sein. Weit und breit war keine Ampel zu sehen.

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Thursday, March 19, 2009

Im Nachlass von David Foster Wallace

fand sich ein Manuskript mit dem Titel "The Pale King". Wie die "Süddeutsche" gestern berichtete (und die "Welt" schon vor über zwei Wochen!), hatte sich Wallace vom eigentlichen Ziel des Schreibens, Welten aufzubauen und lebende Menschen Dinge fühlen zu lassen, verabschiedet. Stattdessen sollte die Langeweile das Schlüsselthema des Romans werden. Die Konzeption hat Wallace wie folgt beschrieben:

"Glück - eine Sekunde für Sekunde gefühlte Freude und Dankbarkeit darüber, am Leben und bei Bewusstsein zu sein - liegt auf der anderen Seite von furchtbarer, furchtbarer Langeweile. Verfolge so aufmerksam wie Du kannst das Langweiligste, was Du Dir vorstellen kannst (Steuererklärung, Golf im Fernsehen), und einen Langeweile, wie Du sie nie für möglich gehalten hast, wird in Wellen über Dich fluten und Dich fast umbringen. Aber wenn Du diesen Wellen standhältst, ist es als würdest Du aus dem Schwarzweiß in die Farbe treten. Wie Wasser nach Tagen in der Wüste. Ein augenblickliches Glück in jedem Atom."

Der Roman spielt nicht umsonst in einem Finanzamt. Es geht um die Formulare 2440 und 2441 und ein paar ähnliche. Wenn es nun um Langeweile und das Finanzamt geht, möchte ich mich durchaus als Experten bezeichnen. Verbringen Sie mal ein paar Wochen in der Bewertungsstelle des Finanzamts Melsungen, dann können Sie mitreden! Stattdessen können Sie auch Herrn Horst Abker zuhören, wenn er Ihnen etwas über die Rücklage für Ersatzbeschaffung erzählt. Das aber nur nebenbei ...

All das hinterlässt auf mich den Eindruck, als habe Wallace durch die tägliche Langeweile hindurch den Weg zum Glück des Sysiphos gesucht - und sei dabei verzweifelt.

Der Sinn des Lebens ist das Leben. Das kann - wenn man in einem Finanzamt arbeitet und sich den ganzen Tag mit depperten Formularen rumschlagen muss - eine harte Erkenntnis sein. Warum wir uns Sysiphos als glücklichen Menschen vorstellen sollen, habe ich nicht verstanden.

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Monday, March 02, 2009

Im Anschluss an die Kammerversammlung der Rechtsanwaltskammer

wird der "Satiriker der Extraklasse" (Süddeutsche Zeitung) Werner Koczwara aus seinem Programm "Warum war Jesus nicht rechtsschutzversichert" vortragen.

Das tut ja weh. Wer überhaupt zur Kammerversammlung geht: Nichts wie weg nach dem offiziellen Teil!

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Wednesday, February 11, 2009

Jeder kann Minister werden ... wenn gerade mal wieder einer zurückgetreten ist

Auch heute trat mal wieder ein Minister von seinem Amt zurück, und zwar Oliver Wittke, der Verkehrsminister des Landes NRW. Anlass war die Tatsache, dass man ihn mit Tempo 109 in einer geschlossenen Ortschaft geblitzt hatte.

Im Mai 2006 war Herr Wittke schon einmal aufgefallen, als dass er während einer Aktuellen Stunde zu Hartz IV im Düsseldorfer Landtag Panini-Fußball-Bildchen mit dem Abgeordneten Holger Müller tauschte, ordnete und in sein Sammelheft einklebte. Seine anschließende Reaktion: Es müsse schon den Ministern überlassen bleiben, bei welchen Themen sie „andächtig dabei“ seien. Zu einer diesbezüglichen kleinen Anfrage im Landtag sagte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, dass die Anfrage wegen „offenkundiger Humorlosigkeit auf Seiten der Abgeordneten Sylvia Löhrmann“ nicht beantwortet werden könne, schon gar nicht in Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft.

Tja, so isses, Leute: Ihr habt einfach keinen Humor.

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Monday, February 09, 2009

Jeder kann Minister werden

Anlässlich der Kabinettsbildung in unserem südöstlichen Nachbarland hieß es vor einigen Monaten: Jeder kann Minister werden. Das wurde mit einem Beispiel illustriert: Für die Besetzung des xy-Ministeriums wird eine Person gesucht, die am besten dem A-Flügel angehören und aus dem Ü-Bundesland stammen sollte. Außerdem wärs super, wenn es sich um eine Frau handeln würde. Uuuuund? Dann läuft auf einmal alles auf eine Gemeinderätin zu, die keiner kannte.

Bis vor kurzem dachte ich, in Deutschland wär das anders.

Die Vorkommnisse der letzten Tage zeigen jedoch, dass dem nicht so ist.

Fassen wir mal zusammen: Da ist der Herr Glos müde, von Seehofer gemobbt zu werden. Soweit, so gut. Dann schickt er dem Seehofer an dessen Privatadresse ein Fax. Der Seehofer ist aber bei der Wehrkundetagung und hat überhaupt keine Zeit, sich darum zu kümmern (übrigens steht heute in der Zeitung, dass das der Glos genau wusste). Das muss er dann aber doch. Also brauchts einen neuen Wirtschaftsminister. Das wird dann der Freiherr zu Guttenberg. Dass er sich bisher gar nicht so richtig mit Wirtschaftsthemen befasst hat, sondern eher mit dem Einsatz in Afghanistan - je nun. Dass allerwichtigste, komplizierteste und drängendste Themen (Schaeffler) anstehen? Geschenkt.

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Wednesday, January 07, 2009

Dümmer als die Polizei erlaubt

Hierzu eine dpa-Meldung:

Verwechslungsspiel beim Polizeieinsatz: Kurz vor Mitternacht haben zwei Räuber einen Getränkemarkt überfallen. Sie bedrohten die Angestellte mit einer Machete, forderten Geld. Als ein herbeigerufener Zivilbeamter in den Laden ging, kam es zum Handgemenge. Streifenpolizisten griffen ein und nahmen einen Mann fest - es war der Kollege in zivil. Den Räubern gelang die Flucht.

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Thursday, December 11, 2008

Ein Auto-Zar

In den letzten Tage war des öfteren von einem Auto-Zar zu lesen. Diesem Mann sollte es zufallen, die Sanierung der US-Autoindustrie zu überwachen.

Ich habe mich dann gefragt, wer auf diesen Ausdruck gekommen ist; insbesondere, ob es sich um einen genuin deutschen Ausdruck handelt oder eine Übersetzung. Bis ich selbst auf die Idee kam, den Ausdruck zu übersetzen. Siehe da: Ein Auto-Zar ist ein Car-Csar. Alles clar?

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Thursday, October 23, 2008

Einen offenen Brief

hat das ZDF von einigen Verlagen bekommen. Es geht um Frau Heidenreich. Darin steht:

"offensichtlich hat die Form der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Elke Heidenreich und dem ZDF bei Ihnen zu Unmut und Kränkungsgefühlen geführt. In dieser Situation bitten wir Sie aber nachdrücklich, Ihrer Verantwortung für den kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nachzukommen und Ihre Entscheidung zu revidieren.

Es gibt im deutschen Fernsehen wenige, die sich wie Elke Heidenreich für die Lese- und Buchkultur dieses Landes eingesetzt haben. Elke Heidenreich hat sich mit grenzenloser Leidenschaft für literarische Werke oft noch unbekannter deutschsprachiger und ausländischer Autoren engagiert. Sie hat die Diskussion über Bücher und Autoren in diesem Land durch die Sendung "Lesen!" befeuert, und sie hat einem breiten Publikum auf einzigartige Weise die Literatur nahegebracht.

Wir bitten Sie: Stellen Sie gegenüber dieser Leistung Ihre Bedenken zurück und versuchen Sie, mit Elke Heidenreich zu einer Abmachung über die Fortsetzung ihrer Sendung zu kommen."

Meine Güte! Unmut! Kränkungsgefühle! Mensch, was passiert denn, wenn ein Mitarbeiter eines Verlags öffentlich schreibt, dass er sich schämt, bei ebendiesem zu arbeiten? Fliegt der achtkantig raus oder nicht?

Wahrscheinlich geht es jetzt so weiter, dass Frau H. irgendetwas murmelt, dass sie sich vielleicht doch nur ein kleines bisschen schämt, beim ZDF zu arbeiten. Oder dass ihr das so rausgerutscht ist, weil sie nach der Verleihung des Fernsehpreises mit ihrem Mann einen heben musste und sie einen furchtbar dicken Schädel hatte, als sie das alles schrieb.

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Tuesday, October 21, 2008

Sarah Palin und die Biermösl Blosn

haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Aber nur auf den ersten Blick!

Schon seit langem wissen wir dank der Biermösl Blosn, dass der Russ kommt. Des is ganz gwiss. Ob er aber über Oberammergau oder über Unterammergau ...

Sarah Palin jedoch hilft uns da weiter. Weder noch! Der Russ kommt über Alaska! Und sie ist die Gouverneurin und hat ein Auge auf den Russen!

Hier das Transkript ihres Interviews mit CBS:

COURIC: You've cited Alaska's proximity to Russia as part of your foreign policy experience. What did you mean by that?

PALIN: That Alaska has a very narrow maritime border between a foreign country, Russia, and on our other side, the land-- boundary that we have with-- Canada. It-- it's funny that a comment like that was-- kind of made to-- cari-- I don't know, you know? Reporters--

COURIC: Mock?

PALIN: Yeah, mocked, I guess that's the word, yeah.

COURIC: Explain to me why that enhances your foreign policy credentials.

PALIN: Well, it certainly does because our-- our next door neighbors are foreign countries. They're in the state that I am the executive of. And there in Russia--

COURIC: Have you ever been involved with any negotiations, for example, with the Russians?

PALIN: We have trade missions back and forth. We-- we do-- it's very important when you consider even national security issues with Russia as Putin rears his head and comes into the air space of the United States of America, where-- where do they go? It's Alaska. It's just right over the border. It is-- from Alaska that we send those out to make sure that an eye is being kept on this very powerful nation, Russia, because they are right there. They are right next to-- to our state.

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Monday, September 22, 2008

350.000.000 €

Ganz Deutschland lästert ja über die unbegreifliche Dummheit der KfW, die den insolventen Lehman-Brothers 350.000.000 € überwiesen hat und das Geld jetzt nicht wiederbekommt.

Zunächst hieß es, dass das eine technische Panne gewesen sei.

Heute jedoch wurde gemeldet, dass es lange Beratungen gegeben habe.

Nun, da stellt sich doch die Frage, was schlimmer ist: Wenn eine Bank aufgrund einer technischen Panne einen solchen Betrag ins nichts überweist (in etwa so, wie unsereiner mal den falschen Gang einlegt) - oder wenn sie das mit voller Absicht und nach ausgiebiger Beratung macht?

Die Frage stellen heißt, sie beantworten: Letzteres.

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Saturday, September 20, 2008

Noch was zu Herrn Beckstein

Beim Bloggen geschieht es ja häufig, dass ein Eintrag gleich eine Vorlage für den nächsten ist.

Gestern habe ich am Rande erwähnt, dass Frau Marga Beckstein bei der Eröffnung des Oktoberfests kein Dirndl trug. Kurz darauf las ich ein paar schöne Zeilen über ihren Gatten, die ich den wenigen Lesern meines Blogs auch nicht vorenthalten möchte:

"Beckstein hält auch in Pliening durch, selbst als sein Kultusminister ein eigens gedichtetes Lied zum Vortrag bringt. Der Refrain endet auf die Zeilen: 'Die CSU regiert das Land, mit Herz, Verstand und sicherer Hand. Wir Bayern, ich und du und du, wir wählen CSU.'

Beckstein hat die sehr unpolitische Eigenschaft, dass man ihm ansieht, wenn er schwindelt. Jetzt sieht man es ihm an. Er sagt, der Vortrag habe 'Bayreuther Qualität'. Er klatscht. Er lobt die Damen von der Blaskapelle. Dann empfängt er auch noch die Jungs von der Rockband "Stereotype", die ihn nötigen, auf einer weiß-blauen E-Guitarre herumzuzupfen. Beckstein weiß, dass er das nicht kann. Er macht es trotzdem. Beckstein macht alles. Auch wenn er sich damit lächerlich macht. Er hat sogar schon mit Mädchen der Jungen Union posiert. Sie trugen weiß-blau gerautete Bikinis. Er sah aus, als habe er sich mit seinen Enkelinnen ins Schwimmbad verirrt."

Tja, der arme Kerl. Er macht alles, auch wenn er weiß, dass er sich dabei lächerlich macht? Meine Güte. Außerdem: Was ist das für ein Land, in dem der Kultusminister semidebile Liedchen dichtet und vorträgt? Ist er am Ende noch Kultusminister geworden wegen seiner Neigung zu dichten? Man kann es nicht ausschließen.

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Sie bekommt, was sie verdient

Am Tag nach dem Dirndlauftritt der Frau Nahles war ein Foto auf der ersten Seite der Bildzeitung, welches sie in ihrem Dirndl zeigte und von "Einblicken" sprach, die sie gewährte.

Das hat sie verdient.

Übrigens wird Marga Beckstein, die Gattin des bayerischen Ministerpräsidenten, zur Eröffnung der Wies'n nicht im Dirndl erscheinen. Das zeigt, dass sie nicht ganz dumm ist.

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Wednesday, September 17, 2008

Die lässt nix aus

Gestern ließ es sich Frau Andrea Nahles, von der ich aus naheliegenden Gründen überhaupt noch nie irgendetwas gehalten habe, nicht nehmen, sich aus Anlass eines Politfestes im Dirndl abzufotografieren bzw. zu -filmen.

Nun habe ich absolut nichts gegen Dirndl. Eine gleichaltrige Frau aus Bayern fragte ich einmal, ob sie eines besäße. "Sogar zwei" war die Antwort. Und die Begründung:"Wenn man zu einer Hochzeit eingeladen wird, ist man gut angezogen." Genau. Wenn eine Bayerin zu einer Hochzeit auf dem Land eingeladen wird, zieht sie ein Dirndl an.

Frau Nahles ist aber keine Bayerin. Und die Veranstaltung, bei der sie war, war auch nur so eine Politsauferei, in der sie und einige andere übliche Verdächtige ihre Volksnähe durch den Konsum von Alkohol unter Beweis stellen wollten.

Eine große Koalition mit Andrea N. und Markus Söder an der Spitze? Oder dem Brutalstmöglichen? Ich leide immer wieder unter meinen Ahnungen.

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Sunday, September 07, 2008

Schlagerette aus den Bergen

In der FAZ vom 04. September 2008 stand der folgende Artikel:

„Mit dem ,Musikhotel am Wolfgangsee' greift der Hessische Rundfunk eine Tradition von Unterhaltungssendungen auf, die die Zuschauer gern sehen - vom ,Weißen Rössl' bis zum ,Hotel Victoria'. Die Verbindung von Schlagern, beliebten Protagonisten, Landschaft und gefühlvollen Geschichten war lange Zeit ein Garant für große Publikumserfolge und beißende Kritik“, schreibt der ARD-Programmdirektor Günter Struve prophetisch im Presseheft zum neuen Hoffnungsträger des Ersten, einer „Schlagerette aus den Bergen“, die am Samstag, 18. Oktober, Premiere feiert.

Im Mittelpunkt eines Nichts von Handlung stehen Schlagerstars wie Patrick Lindner, Claudia Jung, Francine Jordi, Marc Pircher und Semino Rossi und - als einziger echter Schauspieler - Sascha Hehn als böser Geschäftsführer. Struve hatte mit Kritik aus dem Feuilleton gerechnet, aber wohl kaum, dass der Hauptdarsteller Sascha Hehn schon vor der Ausstrahlung Häme ausschüttet. „So, wie das produziert ist, gebe ich dem Ganzen keine Chance“, sagte Hehn im Gespräch mit dieser Zeitung. „So lieblos, so billig, mit 650.000 Euro für einen Neunzigminüter am Samstagabend kann das nichts werden. Als ich das fertige Produkt vorgestern erstmals gesehen habe, war ich richtig wütend. Es ist anmaßend, wie man die alten Vorbilder ins Feld führt.“



„Ich finde es sehr hübsch“

Dabei hatte sich Hehn grundsätzlich von der Sendung etwas versprochen und dem HR sogar den Drehbuchautor Marc Rosenberg empfohlen. In vier Wochen will sich Hehn mit Struve und dessen Nachfolger Volker Herres treffen und Tacheles reden. Die zuständige HR-Redakteurin Michaele Scherenberg, der die Idee zum Musikhotel gemeinsam mit Patrick Lindner „beim Äppelwoi in der Rhön“ kam, versteht Hehns Kritik nicht. „Ich finde es, so wie es geworden ist, sehr hübsch, und es hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte nicht erwartet, dass es ihm nicht gefällt, dass er so emotional reagiert.“

Das sei enttäuschend, eigentlich habe sie mit Hehn über die Fortsetzung sprechen wollen. Doch falle das ja nun wohl flach. Selbstverständlich könne man aufwendiger drehen, das Budget sei nicht riesengroß gewesen. Dabei bestehe aber der Reiz der Sendung ja gerade auch darin, dass die Mehrheit der Protagonisten noch nie geschauspielert habe. Die Gesangsszenen seien perfekt und das Ganze eine „liebenswürdige nette leichte Unterhaltung“. Ihre Erwartung ans Publikum hat Michaele Scherenberg schon formuliert: sechs Millionen Zuschauer oder achtundzwanzig Prozent Marktanteil, mindestens aber fünfeinhalb Millionen Zuseher sollen es sein. Sascha Hehn mag das alles nicht hören. „Wer mag, kann eintauchen und mitfühlen, sich leichte, gut zubereitete Fernsehkost schmecken lassen“, schreibt Programmdirektor Struve im Presseheft."

So, jetzt haben wir endlich die Namen derjenigen, die für den ganzen Quatsch verantwortlich sind. Schlagerette! Beim Äppelwoi in der Rhön! Meine Güte, da muss sie aber ganz schön einen in der Krone gehabt haben, die Frau Scherenberg! Hoffnungsträger des Ersten! Und es soll tatsächlich noch 5,5 Millionen bis 6 Millionen Menschen geben, die sich das anschauen.

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Tuesday, September 02, 2008

Geht's noch dümmer?

Nun hat die Commerzbank die Dresdner Bank übernommen. Der Chef der Commerzbank verkündete denn auch gleich, dass man ja keine zwei Marken benötige. Eo ipso wird es die Dresdner Bank in ein, zwei Jahren nicht mehr geben. Nichtsdestotrotz schmeißt die Dresdner Bank das Geld aus dem Fenster und wirbt fleißig vor sich hin ("Das ist nicht normal für 'ne Bank").

Es geht aber noch dümmer.

Ich habe mich ja ausgiebig über die Postbank geärgert und diesen Ärger auch öffentlich gemacht. Die Tatsache, dass ihr Name auf dieser Homepage fällt, nimmt die Postbank jedoch zum Anlass, Google Geld zu zahlen. Mann Mann Mann! So dumm musst Du erstmal sein!

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Saturday, July 12, 2008

Nicht ausreichend ist die Geduld eines belgischen Brauereipferdes,

wenn man mit der Postbank zu tun hat. Die Geschichte ging nämlich noch weiter.

Ich habe dann brav die Formulare online ausgefüllt und bekam eine Bestätigung zugeschickt. Mit den Unterlagen zur Identifikation ging ich dann zur Filiale. Soweit alles klar. Kredit für 5,55 Prozent.

Ein paar Tage später jedoch bekam ich ein Schreiben, dass das mit den 5,55 Prozent wohl nichts werden würde. Stattdessen geruhte die Postbank, mir einen Kredit für 7,94 Prozent anzubieten! 7,94 % statt 5,55 % ! Deswegen hätte ich nie angefragt !

Da fühlt man sich doch als Kunde so richtig schön verar..... !

Vor ein paar Jahren las ich mal eine Geschichte von Herrn Hans Riegel aus Bonn in der Zeitung. Dieser erfolgreiche Unternehmer erzählte, wie er in der Nachkriegszeit einige Säcke Zucker als Sicherheit an die Bank übereignet hatte. Als ihn dann ein Lieferant hängen ließ, standen die Herrschaften von der Bank tatsächlich vor dem Fabriktor und wollten den Zucker mitnehmen! Das hätte ihm das Genick gebrochen. Herr Riegel konnte sie nur mit allergrößter Mühe von ihrem Vorhaben abhalten.

Was lernen wir daraus? Größte Vorsicht im Umgang mit den Banken!

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Saturday, May 31, 2008

Die Geduld eines belgischen Brauereipferdes

braucht man, wenn man mit manchen Unternehmen zu tun hat. Damit meine ich nicht die Reinigung oder der Copyshop. Denn da machen die Inhaber wirklich hervorragende Arbeit. Ich meine Unternehmen wie die Postbank oder TUI.

Die Postbank schickt einem Werbung Werbung Werbung. Kommt man dann auf die Idee, tatsächlich eines ihrer Angebote wahrzunehmen, so stellt man schnell fest, dass einige Unterlagen vorgelegt werden müssen. Das ist ein nachvollziehbares Unterfangen. Es kann ja jeder kommen und sagen: "Mein Gehalt? 4.000 brutto." Diese Unterlagen kann man natürlich nicht online einreichen. Daher kam ich auf die Idee: Geh doch einfach in eine Filiale, leg die Unterlagen vor und schon steht die Laube. Weit gefehlt. Denn der freundliche Mann in der Postfiliale kann keine Online-Konditionen anbieten. Also muss ich es doch Online machen. Aber irgendwann sind wir natürlich an einem Punkt, dass ich dann wieder in die Filiale muss wegen der Unterlagen.

Ähnlich frustrierend gestaltete sich der Versuch, bei TUI einen Fluch zu buchen. Das wollte ich online machen. Als es dann ans Bezahlen ging, wurde eine Kreditkarte verlangt. Da ich sogar eine habe, wollte ich damit bezahlen. Das ging aber nicht. Schön, dachte ich mir, geh halt in ein Reisebüro. Da zahlst Du dann in bar und die leiten das Geld weiter an TUI. Da ging es aber auch nicht. Fahr ich also mit dem Zug nach Klagenfurt. Nur: Warum in aller Welt krieg ich jetzt den TUI-Newsletter? Von einem Unternehmen, welches auch dann nicht in der Lage ist, mir Leistungen anzubieten, wenn ich mich noch so sehr bemühe?

Das Ganze endete übrigens damit, dass ich jetzt zum Katerpreis (94 €) mit einem Nachtzug nach Klagenfurt fahre. Is eh billiger.

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Monday, January 28, 2008

Ein durchsichtiges Manöver

Nach der Hessenwahl ist ja die Situation sehr schwierig. Möglichkeiten gibt es viele, tatsächlich realisierbare wenige.

Sehr durchsichtig ist aber das taktische Manöver der FDP. Frau Ypsilanti hatte ja angedeutet, dass sie eine Ampelkoalition bevorzugen würde. Dies lehnt die FDP ab. Guido Westerwelle sagte: "SPD und Grüne suchen einen nützlichen Idioten für eine linke Mehrheit. Wir sind zwar liberal, aber wir sind nicht blöd." Der Generalsekretär der FDP sprach davon, dass sich die SPD "ranschleime".

Na, dann ist die Sache doch klar. Die FDP lehnt die Angebote der SPD schroff ab, und wenn sich Frau Ypsilanti mit den Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lässt, wird laut geschrien: "Schaut se Euch an, die Schlampe! Wir haben es doch schon immer gesagt, dasse mit den Linken ..."

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