Stevie's full of good intentions

Saturday, May 23, 2009

Friedhelm Funkel zurückgetreten

Als Eintracht-Fan mein Kommentar zu Friedhelm Funkels Rücktritt:

Für mich ist Funkel ein solider Trainer, wie man sie selten findet. Ich denke, dass er gute Arbeit geleistet hat. Trotzdem hat es in der abgelaufenen Saison wenig Spaß gemacht, Eintracht-Fan zu sein. Wir haben den Klassenerhalt geschafft. Sonst nichts.

Letzten Endes dürft Friedhelm Funkel an den überzogenen Erwartungen gescheitert sein. Ein einstelliger Tabellenplatz oder der Klassenerhalt sind wohl zu wenig. So isser, mein Verein.

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Sunday, May 10, 2009

Wo war Magath noch nicht?

Der Wechsel von Felix Magath zum FC Schalke 04 wirft die Frage auf, welche Mannschaft eigentlich noch nicht von ihm trainiert wurde. Fassen wir mal zusammen: HSV, 1. FC Nürnberg, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, FC Bayern München, VfL Wolfsburg und jetzt Schalke ...

Gut, er war noch nicht in Dortmund. Und noch nicht in Köln. Aber er ist ja noch jung und hat noch Zeit.

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Thursday, May 07, 2009

Anlässlich der Premiere des neuen Star Trek-Films

war in der Süddeutschen Zeitung zu lesen, dass Leonard Nimoy Leonard Cohen durchaus ein wenig ähnlich sehe.

Hi hi. Das gefällt mir. Ich wär ja gern mal dabei, wenn sich die beiden Herren begegnen. Was sie sich zu sagen haben? Ob sie sich etwas zu sagen haben?

Interessanterweise haben die beiden netten Herren nicht nur denselben Vornamen. Auch Leonard Nimoy ist jüdischer Abstammung. Auch er hat Gedichtbände und Alben veröffentlicht.

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Tuesday, April 21, 2009

13.000 Rotlichtverstöße pro Tag

Es geistert die Information durch die Medien, dass die Radfahrer in Münster an jedem Tag, den Gott werden lässt, ca. 13.000 Rotlichtverstöße begehen.

13.000 Rotlichtverstöße! Wer das ausgerechnet hat! Sicher unsere Polizisten; allzeit im Einsatz und immer schwer beschäftigt.

Als ich gestern mit meinem Fahrrad in der Stadt war, sah ich, wie ein Streifenwagen reichlich dämlich und entgegen der Fahrtrichtung auf der Straße stand. Darin saßen zwei Polizisten. Abends kam ich dann noch mal vorbei. Der Streifenwagen stand immer noch da. Immer noch in der falschen Richtung. Aber die StVO scheint ja für die Polizei nicht zu gelten. Was die Herren wohl den ganzen Tag gemacht haben? Rotlichtverstöße gezählt? Kann nicht sein. Weit und breit war keine Ampel zu sehen.

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Wednesday, March 25, 2009

Six feet under

Mittlerweile bin ich am Anfang der fünften und letzten Staffel von "Six feet under" angelangt, so dass ich mir einen substantiierten Kommentar zu der Serie erlauben kann.

Six feet under ist an der Grenze dessen, was man überhaupt im Fernsehen zeigen kann, denn es wird doch ziemlich viel Gewalt gezeigt und viel (auch homosexueller) Sex. Außerdem könnte ich durchaus ein paar Szenen nennen, in denen das Blut nur so umherspritzt ...

Weiter hat Six feet under nicht allzu viel mit der Realität zu tun. Oder ist es in LA oder anderswo so, dass wirklich alle kiffen, wenn sie nicht gerade Crack oder Meth nehmen?

Was mir immer noch sehr gut gefällt ist der Todesfall am Anfang jeder Folge. Mit einem guten Todesfall kann man eine schlechte Folge rausreißen!

Am besten gefällt mir Six feet under, wenn dramaturgische Highlights gesetzt werden. So z.B. in der fünften Folge der fünften Staffel. Da geht es darum, dass sich Rico von seinem Wunsch, wieder mit seiner Familie zusammenzuleben, verabschiedet. Parallel hierzu leitet Ruth alles ein, um George loszuwerden. Die Folge endet aber damit, dass Vanessa Rico unterwartet wieder aufnimmt und George wider Erwarten Ruths Absichten durchschaut hat, so dass er vor ihr die Wohnungstür zumacht.

Die von mir sehr geschätzten Auferstehungen werden in der dritten und vierten Staffel weniger. Schade! Am Anfang war es so, dass mehrere der gerade Verstorbenen mit Nate oder David sprachen. Aber gerade habe ich die zweite Folge der fünften Staffel gesehen; sicher eine der besseren. Und da war es so, dass sich einer von Nates High-School-Buddies sozusagen selbst überfahren hat (Wie das denn? Jaha, sowas gibst nur bei Six feet under ...) und dann anfing, mit Nate zu diskutieren. Sehr schöne Szene!

Mit Abstand das Beste, was es im Fernsehen zu sehen gibt? Morgen kommt "Sopranos". On vera!

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Thursday, March 19, 2009

Im Nachlass von David Foster Wallace

fand sich ein Manuskript mit dem Titel "The Pale King". Wie die "Süddeutsche" gestern berichtete (und die "Welt" schon vor über zwei Wochen!), hatte sich Wallace vom eigentlichen Ziel des Schreibens, Welten aufzubauen und lebende Menschen Dinge fühlen zu lassen, verabschiedet. Stattdessen sollte die Langeweile das Schlüsselthema des Romans werden. Die Konzeption hat Wallace wie folgt beschrieben:

"Glück - eine Sekunde für Sekunde gefühlte Freude und Dankbarkeit darüber, am Leben und bei Bewusstsein zu sein - liegt auf der anderen Seite von furchtbarer, furchtbarer Langeweile. Verfolge so aufmerksam wie Du kannst das Langweiligste, was Du Dir vorstellen kannst (Steuererklärung, Golf im Fernsehen), und einen Langeweile, wie Du sie nie für möglich gehalten hast, wird in Wellen über Dich fluten und Dich fast umbringen. Aber wenn Du diesen Wellen standhältst, ist es als würdest Du aus dem Schwarzweiß in die Farbe treten. Wie Wasser nach Tagen in der Wüste. Ein augenblickliches Glück in jedem Atom."

Der Roman spielt nicht umsonst in einem Finanzamt. Es geht um die Formulare 2440 und 2441 und ein paar ähnliche. Wenn es nun um Langeweile und das Finanzamt geht, möchte ich mich durchaus als Experten bezeichnen. Verbringen Sie mal ein paar Wochen in der Bewertungsstelle des Finanzamts Melsungen, dann können Sie mitreden! Stattdessen können Sie auch Herrn Horst Abker zuhören, wenn er Ihnen etwas über die Rücklage für Ersatzbeschaffung erzählt. Das aber nur nebenbei ...

All das hinterlässt auf mich den Eindruck, als habe Wallace durch die tägliche Langeweile hindurch den Weg zum Glück des Sysiphos gesucht - und sei dabei verzweifelt.

Der Sinn des Lebens ist das Leben. Das kann - wenn man in einem Finanzamt arbeitet und sich den ganzen Tag mit depperten Formularen rumschlagen muss - eine harte Erkenntnis sein. Warum wir uns Sysiphos als glücklichen Menschen vorstellen sollen, habe ich nicht verstanden.

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Wednesday, March 18, 2009

Ben Bernanke: Ob er weiß, was er tut?

Heute wurde gemeldet, dass die US-Notenbank beabsichtigt, in größerem Stil Anleihen zu kaufen. Dabei geht es nicht nur um Anleihen privater Schuldner, sondern auch um Staatsanleihen.

Das versteh ich nicht. Denn die US-Notenbank ist doch ... der Staat. Wie kann der Staat Staatsanleihen kaufen? Also, technisch ist das natürlich insofern klar, dass die Notenbank der USA und die USA selbst unterschiedliche Entitäten sind. Aber was kommt dabei heraus?

In ersten Kommentaren wurde diese Frage dahingehend beantwortet, dass Ben Bernanke "die Druckerpresse angeworfen habe". Es werde also einfach mehr Geld gedruckt und dann in Umlauf gebracht.

Der Wikipedia-Eintrag über Ben Bernanke enthält nicht nur die Helicopter-Bemerkung ("Man könnte doch Geld aus Helikoptern abwerfen"), sondern auch folgende Äußerung:

„Die US-Regierung verfügt über die Druckerpresse als eine Technologie, die ihr die Herstellung so vieler US-Dollar erlaubt, wie sie wünscht – und das ohne Kosten.“

Anders als der Herr Bernanke bin ich kein Volkswirt. Aber führt es nicht zu einer Inflation, wenn mehr Geld vorhanden ist, dem kein entsprechender Wert gegenübersteht?

Ich hoffe, er weiß was er tut.

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